Kleine Helfer: Die besten Saugstaubroboter 

Roboclean Kopie.jpg

Es klingt wie im Märchen: Während Sie auf Arbeit sind, fährt in der Wohnung ein kleiner Helfer herum, der diskret alles wieder sauber macht. Er kommt dabei auch unter Möbel und an Stellen, die Sie selbst kaum erreichen – das Ganze dann auch noch unbezahlt. Staubsaugroboter erfreuen sich in deutschen Haushalten immer größerer Beliebtheit und lassen sich immer öfter in Smart Home Systeme einbinden. Aber halten die kleinen Haushaltshelfer, was sie versprechen?

Wer putzt schon gerne das Haus? So richtig Spaß daran hat vermutlich niemand. Die Lösung klingt einfach: Ein Staubsaugroboter soll wenigstens die Grundreinigung übernehmen. Aber in der Anfangszeit hörte man immer wieder, dass die Geräte doch nicht so gut funktionieren, die teure Anschaffung nicht gerechtfertigt ist. Heute sieht der Markt ganz anders aus. Roboter erkennen etwa den Bodenbelag und entscheiden sich selbstständig für Saugen oder Wischen. Sie scannen die Räume, überwinden Hindernisse, laden sich bei Bedarf selbstständig auf und brauchen nur gelegentlich eine Leerung und kleine Reinigung.  

Wie funktioniert das Gerät?

In der Regel sind die Geräte scheibenförmig und „fegen“ mittels kleiner Pinsel den Staub und Dreck unter die Saugdüse. Dabei reinigen sie Holz-, Fliesen- oder Kurzflorteppich gleichermaßen. Die Deutschen danken es ihnen: In den ersten beiden Quartalen 2017 wurden 40 Prozent mehr Exemplare verkauft als im Vorjahr. Das mag auch an den immer besseren Reinigungsergebnissen liegen. Am effektivsten sind die Geräte auf glatten Böden wie Fliesen oder Parkett. Aber welche Produkte gibt es am Markt? Hier ein kleiner Überblick aus drei Preiskategorien: 

Miele Scout RX2 – ab ca. 700 €

Das Mittelklasse-Gerät von Miele eignet sich besonders gut für Teppiche und verspricht hier eine sehr hohe Staubaufnahme. Die Seitenbürsten hängen an Schwenkarmen, so dass ein Hängenbleiben an Möbeln verhindert wird. Gleichzeitig lässt sich auch von unterwegs auf die Kamera des Roboters zugreifen, so dass Sie bequem zuhause nach dem Rechten sehen können – jedoch nur beim teureren Modell für ca. 830 Euro. Eine Akkuladung hält bei diesem Gerät etwa ein bis zwei Stunden, ausreichend auch für große Wohnungen. 

Vorwerk Kobold VR200 – ab ca. 750 €

Vorwerk ist praktisch DIE Staubsaugermarke, was klassische Geräte angeht – da erwartet man doch einiges vom erstaunlich preisgünstigen smarten Produkt. Und wirklich läuft der kleine Kobold sehr leise, arbeitet äußerst schnell und ist prima zu bedienen. Er überwindet selbstständig selbst hohe Türschwellen bis zu 2 cm. Leider ergeben sich zwei Probleme: Zum einen ist die Saugleistung ebenfalls eher mittelmäßig statt erstklassig, zum anderen tut sich der Kobold schwer mit Hindernissen und man sollte nichts herumliegen lassen. 

AEG RX9 – ab ca. 1200 €

AEG verlangt für seinen Roboter einen gepfefferten Preis – da kann man auch eine entsprechende Leistung erwarten. Zumindest verspricht das dreieckige Gerät eine bessere Reinigung der Ecken im Vergleich zur Konkurrenz. Es überfährt Hindernisse von bis zu 22 Millimetern sicher und fährt unter Möbel, die lediglich 9 cm über dem Boden stehen. 

iRobot Roomba 980 – ab ca. 1000 €

Der Roomba ist DER Klassiker unter den Staubsaugrobotern. Er benötigt kaum Wartung und lässt sich hervorragend per Smartphone steuern. Die Bedienung ist sehr intuitiv. Für einen Preis von stattlichen 1000 Euro könnte der Kunde jedoch deutlich mehr Reinigungsleistung erwarten. 

Bosch Roxxter

Der von Bosch vorgestellte Roboter soll ein Stern am smarten Himmel werden – am Markt erhältlich ist er leider noch nicht. Mithilfe einer App oder von Amazon Echo per Sprachsteuerung kann man hier bald Reinigungsaufträge programmieren oder etwa Tabuzonen im Haushalt festlegen. 

Geheimtipp: Xiaomi Mi Robot, ab ca. 260 €

Der China-Import von Xiaomi wird derzeit noch nicht vom Unternehmen selbst nach Deutschland exportiert, aber viele Händler bieten ihn hier an und mittlerweile gibt es ihn sogar auf Amazon. Entsprechend kommt er auch nicht mit deutscher Sprachausgabe daher, aber die schlichte, jedoch völlig ausreichende App ist auf Englisch erhältlich. Für einen Spottpreis erhält man hier ein Gerät, das ordentlich reinigt und keine Probleme macht. Per Laser scannt es die Räume bei jeder Fahrt aufs Neue – so kann es etwa auch nachts im Dunkeln zum Einsatz kommen, anders als Geräte mit Kamerasteuerung. Da es keine feste Karte der Wohnung erstellt, sondern auf jeder Fahrt neu entscheidet, lässt es sich auch von neuen Hindernissen oder umgeräumten Möbeln nicht irritieren. Es ist leise, leicht zu reinigen und kommt entspannt mit einer Akkuladung durch ein ganzes Haus. Der Schmutzspeicher reicht dabei für einen normalen Haushalt völlig aus und das Gerät ist relativ kompakt, so dass es gut kleinere Hindernisse überwindet und unter Möbel fahren kann. Seine Fortschritte kann man dabei live in der App verfolgen, wo sich eine Karte aufbaut, während der Roboter scannt. Dort kann er auch individuell gesteuert werden. 

Für wen lohnt sich ein Staubsaugroboter?

Das hängt vor allem entscheidend von Ihrer Wohnung ab. Fliesenboden, offene Räume, wenig Stufen sind optimal. Wohnen Sie in einem Fachwerkhaus mit vielen verschiedenen Ebenen, das sehr vollgestellt ist, lohnt sich der kleine Helfer kaum. Hochflorteppiche oder etwa die Haltung mehrerer Haustiere mit langen Haaren erschweren es dem kleinen Helfer, ein befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Schön ist ein einfaches Gerät etwa für ältere Leute, die mit dem Haushalt Unterstützung benötigen. Das wöchentliche „richtige“ Putzen muss natürlich trotzdem erfolgen – der Roboter sorgt aber für eine sehr gute Grundlage. Gerade auch in Büroräumen mit Kundenverkehr ist ein Staubsaugroboter sehr sinnvoll. Damit überbrückt man gut die Zeit zwischen den Besuchen des Putzdienstes. So sieht es immer ordentlich und sauber aus, der Roboter kann in der Regel nachts ungestört fahren und viele Büroräume sind auch ebenerdig.